Die Nahrung für die Katze selbst zuzubereiten ist nicht einfach, jedoch wissen Sie dann genau, wie das Essen zusammengesetzt ist. Man muss auf die richtigen Mengen an Kohlenhydraten, Eiweiß, Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelemente achten. Da die Ausgewogenheit der selbst zubereiteten Nahrung nicht einfach ist, ist die Verwendung von Fertigfutter eine sehr gute Alternative. Im Handel finden sie alle Arten von Fertignahrung für das jeweilige Alter der Katze und deren Vorlieben. Meist finden Sie auch auf der Verpackung die richtigen Futtermengen. Die Hygienevorschriften bei der Herstellung der Fertignahrung sind ähnlich wie die bei der Lebensmittelproduktion für den Menschen.
Essensreste sollten der Katze nicht angeboten werden, da diese zu viele Gewürze beinhalten. Füttern Sie auch kein rohes Fleisch, da dieses Krankheitserreger enthalten könnten. Zum Trinken sollten Sie ihrer Katze stets Wasser bereitstellen und dieses auch regelmäßig wechseln. Wichtig ist, dass Sie den Futterplatz stets sauber halten, dieser sich an einem ruhigen Ort befindet und Sie der Katze nach den Mahlzeiten ein bisschen Ruhe gönnen.
Eine Katze nimmt pro Tag und Kilogramm Körpergewicht circa 300 Kilojoule Nahrung zu sich. Die Menge reduziert sich nach der Kastration der Katze.
Es gibt verschiedene Nahrungsmittel für Katzen. Feuchtfutter in Dosen, Schalen oder Beuteln besteht hauptsächlich aus Wasser. Die täglich zu fütternde Menge steht meist direkt auf der Verpackung. Grob kann man bei einer Katze mit 4 kg Körpergewicht von 300 g Feuchtfutter pro Tag rechnen. Die Trockennahrung enthält im Gegensatz zum Feuchtfutter nur circa 10% Wasser. Der Vorteil bei Trockennahrung ist, dass eine 4 kg schwere Katze lediglich 80 g täglich benötigt und das Trockenfutter dadurch sehr preiswert ist. Zusätzlich ist Trockenfutter auch praktischer, da es nicht im Napf verdirbt, keinen intensiven Geruch hat und die Aufbewahrung leichter ist. Allerdings sollten Sie die Katze trotz der Vorteile nie nur mit Trockenfutter füttern, da dies gesundheitsschädlich für die Katze ist.
Wenn Sie die Nahrung der Katze ändern wollen, machen Sie dies Schritt für Schritt innerhalb einer Woche und wechseln Sie die Nahrung nicht abrupt. Mischen Sie dazu das neue Futter in kleinen Mengen unter das gewohnte Futter.

Im Folgenden eine Tabelle zur Übersicht:

Alter Körpergewicht in kg Mahlzeiten pro Tag Täglicher Bedarf an Feuchtfutter Täglicher Bedarf an Trockenfutter
2-4 Monate 0,8 – 1,6 4 – 5 190 – 300 g 30 – 75 g
4-5 Monate 1,6 – 2,0 3 – 4 280 – 300 g 75 – 95 g
5-6 Monate 2,0 – 2,5 2 – 3 230 – 280 g 85 g
6-8 Monate 2,5 – 3,5 2 230 – 330 g 85 g
ab 8 Monate 4,0 – 4,5 2 300 – 330 g 80 – 85 g

Junge Katzen
Vor allem solange die Katzen klein sind, benötigen sie aufgrund der vielen Bewegung dreimal so viel Energie wie eine ausgewachsene Katze. Die ersten 3 Lebenswochen ernähren sich die jungen Katzen ausschließlich von der Muttermilch. Sollte die Katzenmutter, aus welchem Grund auch immer, nicht bei den Jungen sein, ist es wichtig die Babykatzen mit so genannter Aufzuchtmilch zu füttern. Ab der 4. Lebenswoche können die Katzen mit lauwarmem Spezialfutter zusätzlich versorgt werden. Dieses finden Sie in jedem Zoofachhandel. Sie können dafür auch Trockenfutter verwenden, das bis zur 12. Lebenswoche mit warmem Wasser zu einem Brei verarbeitet wird. Ab der 8. Lebenswoche kapselt sich die Babykatze von der Mutter ab und kann mit fester Nahrung verpflegt werden. Solange die Katzen so jung sind (bis circa zur 12. Woche) bekommen die Babykatzen 5 bis 6 Mahlzeiten, die insgesamt ein Fünftel des Körpergewichts ausmachen. Anschließend bekommt die Katze bis zum Alter von 7 Monaten 3 bis 4 tägliche Mahlzeiten und ab dann nur noch zweimal täglich Futter. Solange die Katze sehr jung ist, sind die häufigen Fütterungen wichtig, da der Magen der Babykatzen zu klein ist, um die ausreichende Nahrungsmenge aufzunehmen.

Freilaufende Katzen
Freilaufende Katzen benötigen aufgrund der vermehrten Bewegung mehr Futter als Wohnungskatzen.

Trächtige Katzen
Trächtige Katzen benötigen mehr Nahrung, da sie ja die Kleinen in ihrem Bauch noch miternähren muss.

Ältere Katzen
Ab dem Alter von 10 Jahren sollte die Ernährung einer Katze umgestellt werden. Die Nahrung sollte die typischen Alterserscheinungen kompensieren. Dazu gehört zum Beispiel der verringerte Stoffwechsel oder Appetitlosigkeit. Deshalb sollte die Nahrung einfach zu Kauen sein und die wichtigsten Inhaltsstoffe enthalten. Die spezielle Fertignahrung für ältere Katzen (meist mit Senior gekennzeichnet) enthält mehr Vitamin C und Vitamin E und verlangsamt somit den Alterungsprozess. So wird der Katze ein langes und gesundes Leben ermöglicht.