Entwurmung

Auch eine Wohnungskatze sollte regelmäßig entwurmt werden. Die Wurmeier sind nicht nur draußen in der Natur in Wiesen und Wäldern zu finden, sondern können auch an der Kleidung, Schuhen oder Händen mit hinein getragen werden. Manche Wurmarten sind auch auf den Menschen übertragbar. Deshalb sollten Sie jedes Mal wenn Sie nach Hause kommen Ihre Hände waschen und die Schuhe ausziehen. Diese Maßnahme allein reicht aber nicht. Jungtiere können sich bereits durch die Muttermilch mit den Würmern infizieren. Bei jungen Katzen kann dies sogar bis zum Tod führen.
Die Würmer leben im Verdauungstrakt der Katze und entziehen ihr die wichtigen Nährstoffe. Dies kann zu Verstopfungen, Blutverlust/ –armut und zu Verletzungen des Gewebes führen. Dies schwächt das Immunsystem und damit ihr Allgemeinbefinden enorm.
Ist Ihre Katze bereits von einem Wurm befallen, erkennen Sie dies an folgenden Symptomen:
- starker Juckreiz am After
- Abmagerung
- Durchfall in Abwechslung mit Verstopfungen
- Aufgeblähter Bauch
- Erbrechen
- Glanzloses, struppiges Fell,
- Husten
- Weiße Partikel auf Fell in der Aftergegend oder auf dem Kot (ausgeschiedenen Bandwurmglieder)

Wird bei Ihrer Katze dann der Wurmbefall (meist Rund- oder Bandwürmer) durch einen Tierarzt festgestellt, sollten Sie diesen behandeln lassen und bis zum Abschluss der Behandlung etwas mehr Abstand zur Katze halten. Vor allem Kinder, ältere Menschen und Menschen mit einem schwachen Immunsystem haben eine erhöhtes Ansteckungsrisiko und sollten darauf besonders achten.
Um welche Art von Wurm es sich handelt, kann durch eine Kotprobe festgestellt werden.
Um all dies zu vermeiden, sollten Sie daher darauf achten, dass Ihre Katze regelmäßig vorbeugende Wurmkuren erhält. Die Häufigkeit hängt dabei vom Alter und den Lebensumständen ab. Bei Wohnungskatzen reicht meist eine jährliche Entwurmung, die kurz vor den Impfungen stattfinden sollte.
Wenn eine Katze Flöhe hatte, muss sie ebenfalls entwurmt werden, da Flöhe Bandwürmer übertragen können. Auch junge Kätzchen müssen unbedingt entwurmt werden, auch wenn Sie wissen, dass die Mutter keine Würmer hat. Die Würmer der Mutterkatze können übersehen werden und für die Jungen lebensgefährlich sein.
Auch wenn Sie eine weiter Katze hinzuholen, sollte diese wegen der Übertragbarkeit auf andere Tiere auch auf jeden Fall entwurmt werden.
Welche Art der Wurmkur angewendet soll, weiß Ihr Tierarzt am besten. Diese gibt es in verschiedenen Formen: als Präparat, das in den Nacken getropft wird, als Tablette, Paste, in Gelform oder als Spritze. Die jeweilige Dosierung nach Gewicht der Katze und sonstige Hinweise sollten Sie dem Beipackzettel entnehmen.

Krankenversicherung

Mittlerweile gibt es viele verschieden Katzenkrankenversicherungen auf dem Markt. Der größte Kostenunterschied der Beträge richtet sich nach der Art der Haltung (Freigänger oder Wohnungskatze). Da eine Katze mit Freigang vielen Gefahren ausgesetzt ist, sind die Beiträge für diese Haltung in der Regel höher als die für Wohnungskatzen. Dies liegt nicht nur an dem erhöhten Verletzungsrisiko durch beispielsweise Autos, sondern auch am erhöhten Infektionsrisiko durch den Kontakt mit anderen Tieren und der Umwelt. Um dieses Risiko allgemein einzudämmen, sollten alle Impfungen regelmäßig aufgefrischt werden. Dies gilt natürlich auch für die Wohnungskatze. Bei einer Katze mit Freigang sollte unbedingt eine Krankenversicherung abgeschlossen werden, bei der Wohnungskatze wird dies von Versicherungsexperten auch empfohlen.
Durch eine Katzenkrankenversicherung kann der Besitzer vor oft hohen finanziellen Belastungen geschützt werden. Denn erstattet werden die Tierarztkosten für stationäre, ambulante und chirurgische Behandlung von Krankheiten und Unfallfolgen. Und das muss nicht teuer sein: Die Operationskosten alleine können bereits ab 5,16 € pro Monat versichert werden. Hier werden Kosten für Operationen, die durch Krankheit oder Unfall erforderlich wurden übernommen. Je nach Tarif und Alter werden die Kosten bei der Katzen-OP-Versicherung anteilig bezahlt. Ebenfalls sind auch die verordneten Arzneimittelkosten nach der OP enthalten.
Die Kosten für eine Vollversicherung sind abhängig von Geschlecht, Rasse, Alter, Haltungsform, Gesundheitszustand und Ihren Zahlungswünschen. Bei der Katzenkrankenvollversicherung werden die Tierarztkosten, sowie weitere Zusatzleistungen (Arzneimittel, Heilbehandlungen, Vorsorgemaßnahmen, Auslandsversicherungsschutz, Markierung) übernommen.

Wohnungskatze.net empfiehlt folgende Katzen-Krankenversicherung:

  • Katzenkrankenversicherung
  • Falls Sie auch einen Hund haben, empfiehlt sich auch eine Hunde-Krankenversicherung:

  • Hundekrankenversicherung
  • Die Gesundheit der Wohnungskatze

    Zur Gesundheit Ihrer Katze können Sie eine Menge beitragen. Dies beginnt mit einer gesunden Ernährung, regelmäßigen Tierarztbesuchen und endet mit einer katzengerechten Umgebung, in der es sich die Katze gut gehen lassen kann. Ebenso sollten genug Spiel- und Klettermöglichkeiten vorhanden sein, sowie die Zuwendung und Pflege durch die Katzenhalter. So wird der Körper aber auch die Seele der Katze gepflegt.
    Wenn all die vielen Komponenten perfekt kombiniert werden, können Sie Ihrer Katze ein gesundes und glückliches Leben bereiten!

    Impfungen

    Allgemein sollten Katzen zum Schutz vor Krankheiten unbedingt geimpft werden. In der Literatur sind folgende Impfungen empfohlen:

    Impfung Impfzeitpunkt
    FIP 16. und 20. Lebenswoche
    Katzenseuche/ Katzenschnupfen 8., 12. und 16. Lebenswoche
    Leukose 8. und 12. Lebenswoche
    Tollwut 12. und 16.Lebenswoche

    Die Meinungen darüber, ob Wohnungskatzen genauso wie Freigänger geimpft werden sollten gehen dabei auseinander.
    Die Impfung gegen Tollwut kann für Wohnungskatzen entfallen. Ausnahme hierbei ist, wenn die Katze über die Ferien in eine Einrichtung (z.B. Katzenpension) kommt, da diese meist darauf bestehen. Im Jahre 2008 wurde Deutschland als tollwutfrei anerkannt. Die Gefahr der Übertragung von Tollwut besteht momentan nur noch durch Fledermäuse
    Gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen sollten unbedingt auch Wohnungskatzen geimpft werden, da man die Erreger auch an der Kleidung mit in die Katzenwohnung schleppen kann. Außerdem hält die Impfung gegen Katzenseuche nach der Grundimmunisierung ein Leben lang. Bei der Schnupfenimpfung handelt es sich um keine normale Impfung, die ein Schutz gegen die Infektion bietet. Stattdessen werden bei dieser Impfung lediglich die Krankheitssymptome gelindert. Die Schutzdauer liegt nach neuesten Studien bei 7,5 Jahren und in Wohnungshaltung kann auch schon die Grundimmunisierung ausreichen.
    Leukose oder auch Felines Leukämievirus wird durch andere Katzen übertragen. Sollte Ihre Katze also keinen Kontakt zu anderen Katzen haben und auch keine neuen Katzen zu hinzukommen, wird diese Impfung nicht benötigt.
    Einige Wissenschaftler lehnen die Impfung gegen FIP ab. Das Virus entsteht dadurch, dass es in infizierten Tieren mutiert. Es ist möglich, dass eine Katze infiziert ist, das Virus aber nie ausbricht. So gibt es die Meinung, dass durch die Impfung gegen FIP die Wahrscheinlichkeit erhöht wird, dass die Katze später daran erkrankt.

    So wie beim Menschen, gibt es auch für Katzen einen Impfpass, aus dem Sie entnehmen können, wann Sie das nächste Mal zur Auffrischung zum Tierarzt müssen. Auch wenn Sie Ihre Katze während der Urlaubszeit in eine Katzenpension bringen, müssen Sie einen aktuellen Impfpass nachweisen können.

    Gesundheitscheck

    Um die Gesundheit einer Katze vor der Anschaffung und später regelmäßig zu checken, kann man folgende Punkte innerhalb weniger Minuten überprüfen. Somit können Sie frühzeitig Krankheiten erkennen und diese eindämmen.
    Ohren
    Die Ohren der Katze sollten stets sauber und rosa sein. Wenn dies nicht der Fall ist und Sie Verkrustungen, dunkles Ohrenschmalz oder Rötungen im Ohr der Katze entdecken sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.
    Augen
    Sind die Augen der Katzen klar, ohne Rötungen und glänzen, dann sind die Augen der Katze gesund. Auf Infektionen hingegen weißen Ausfluss oder Verkrustungen hin. Suchen Sie in diesem Fall einen Tierarzt auf, um eine schlimmere Entwicklung zu verhindern.
    Gewichtskontrolle
    Regelmäßige Gewichtskontrollen sind vor allem bei Jungtieren unerlässlich. Doch auch im späteren Leben sollte dies in Abständen überwacht werden. Um das Tier mit einer normalen Waage zu wiegen, sollten Sie zunächst ohne und dann mit der Katze auf die Waage und anschließend die Differenz berechnen.
    Bei jungen Katzen kann man grob nach dieser Tabelle gehen:

    Alter Katze Kater
    8 Wochen 890 g 900 g
    9 Wochen 980 g 1.000 g
    10 Wochen 1.260 g 1.300 g
    11 Wochen 1.520 g 1.520 g
    12 Wochen 1.680 g 1.680 g
    13 Wochen 1.900 g 1.920 g
    14 Wochen 2.070 g 2.140 g
    15 Wochen 2.200 g 2.300 g
    16 Wochen 2.370 g 2.580 g
    17 Wochen 2.500 g 2.720 g
    18 Wochen 2.600 g 2.850 g
    19 Wochen 2.860 g 3.010 g

    Das Durchschnittsgewicht einer ausgewachsenen Katze liegt zwischen 2,5 und 5,5 kg, es sind aber auch Extremwerte von 6 kg möglich, ohne dass die Katze übergewichtig ist. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass dies nur Durchschnittswerte sind. Achten Sie bei der Jungkatze vor allem auf eine stetige Gewichtszunahme und geraten Sie nicht in Panik, wenn das Gewicht nicht genau den Werten der Tabelle entspricht.
    Die Werte unterscheiden sich auch je nach Katzenrasse.
    Es kann auch vom Aussehen her auf Über-, Unter- oder Normalgewicht geschlossen werden. Gerade wenn Sie eine besonders große oder besonders kleine Katze haben, ist dies eine sinnvolle Methode. Wie dies funktioniert erfahren sie hier.
    Wenn Sie bemerken, dass die Katze zugenommen hat, sollten Sie mit Ihrem Tierarzt über spezielle Programme sprechen. Sie sollten die Leckerlies reduzieren und mehr mit der Katze spielen, damit sie mehr Bewegung hat. Außerdem kann Übergewicht aber auch auf Krankheiten wie Diabetes, Leberverfettung, Harnsteine und Hauterkrankungen hinweisen.
    Zahnfleisch/ Zähne
    Um das Zahnfleisch zu überprüfen, sollten Sie vorsichtig auf das Zahnfleisch über einem Zahn mit einem Finger drücken. Färbt sich der weiße Abdruck direkt danach wieder rosa, so ist das Zahnfleisch gesund.
    In regelmäßigen Abständen sollten Sie auch die Zähne überprüfen. Zahnstein sollte vom Tierarzt entfernt werden, da dieser bis zum Zahnausfall führen kann. Um den Zahnstein zu entfernen und die Zähne sauber zu halten gibt es im Fachhandel auch Snacks, die dazu beitragen.
    Pfoten
    Die Ballen der Katze sollten nicht gerötet und ohne Risse sein. Sollte dies der Fall sein, sollte sich Ihre Katze öfter mit dem Kratzbaum beschäftigen.

    WICHTIG! Wenn Ihnen beim Gesundheitscheck etwas Besonderes auffällt oder Sie Zweifel haben, sollten Sie dringend mit Ihrer Katze zum Tierarzt gehen!