Das Leben einer Babykatze richtet sich voll und ganz nach ihrer Mutter. Diese bringt ihr alle wichtigen Dinge des Lebens bei – Essen, Stubenreinheit, Spielen und wie man sonst im Leben zurechtkommt. Daher sollten Mutter und Kind nie frühzeitig getrennt werden, da die Babykatze diese Dinge wie von selbst durch die Mutter lernt. Ist die Katzenmutter aber nicht mehr da oder wurden die Jungen verstoßen, ist es Ihre Aufgabe die Kleinen großzuziehen. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen, der Ihnen alle Infos zur Aufzucht mit der Flasche gibt.
Im Normalfall ist aber die Mutterkatze die ersten Monate bei ihren Kleinen. Dort sollte sie auch mindestens 8 und idealerweise 12 Wochen bleiben, da die Kätzchen bis zu diesem Alter alle überlebenswichtigen Dinge von ihrer Mama lernen und viel stabiler sind.

Anschaffung
Haben Sie sich für eine Babykatze entschieden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können Sie direkt zu einem Züchter gehen, nach Anzeigen in der Zeitung schauen oder sich beim örtlichen Tierheim oder der Katzenhilfe erkundigen. Achten Sie bei der Auswahl der Katze unbedingt auf ihre Gesundheit und gehen Sie dabei die Checkliste durch.
Wenn Sie sich die einzelnen Tiere anschauen, merken sie oft von Anfang an, ob die Chemie stimmt oder nicht. Verbringen Sie dafür etwas Zeit mit den Katzen und suchen Sie diese sorgfältig aus.
In der Wohnungshaltung sollten Sie sich auf jeden Fall für zwei Katzen entscheiden, da diese sich sonst sehr einsam fühlen, wenn sie einmal alleine sind.Verschönern Sie also das Leben Ihrer Wohnungskatze unbedingt mit einem Spielkameraden.
Die Wahl des Geschlechts ist hierbei zu vernachlässigen. In verschiedenen Foren wird häufig darüber diskutiert, ob zwei Kater, zwei Katzen oder ein Pärchen die ideale Wahl ist. Genau wie beim Menschen, kann man dies bei Katzen aber auch nicht verallgemeinern. So verstehen sich ein Pärchen aber auch zwei gleichgeschlechtliche Katzen sehr gut miteinander. Wenn Sie mit den Katzen bei der Auswahl etwas Zeit verbringen, können Sie eventuell direkt erkennen, welche Katzen sich am besten miteinander verstehen. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie auch mit dem „Katzenvermittler“ sprechen, dieser wird Ihnen sicher gerne weiterhelfen.

Vorkehrungen
Bei jungen Kätzchen gibt es wiederum andere Dinge zu beachten, als bei ausgewachsenen Katzen.
Die Wohnung sollte auf jeden Fall frei von verschluckbaren Kleinteilen sein. Die jungen Kätzchen wollen während ihres Wachstums natürlich alles ausprobieren und so nehmen sie auch mal gerne alles in den Mund. Das Verschlucken von kleinen Plastikteilen kann zu großen Verletzungen führen. Entfernen oder verstauen Sie deshalb alle Kleinteile.
Außerdem sollten Sie beim Katzenklo darauf achten, dass der Rand nicht zu hoch ist und die Katzen ohne Probleme hineinkommen um ihr Geschäft zu erledigen. Bei Silikat-Perlen-Streu sollten Sie beobachten, ob die Katze das Streu ist. Wenn ja, müssen Sie unbedingt ein anderes Streu verwenden, bis die Katze älter ist.
Wie schon bei „Sicherheit und drohende Gefahren“ genannt (unbedingt alle Punkte vor der Anschaffung einer Katze beachten!!!), sollten Sie bei jungen Katzen ganz besonders darauf achten, den Klodeckel zu schließen, da hier die Gefahr des Ertrinkens lauert.
Ihre Vorhänge sollten Sie die erste Zeit auch aus der Gefahrenzone bringen und entweder nach oben oder ganz abhängen.
Ihnen sollte bei der Anschaffung einer jungen Katze bewusst sein, dass einige Dinge in Ihrer Wohnung kaputt gehen könnten. Dafür dürfen Sie die Katze nicht verantwortlich machen, da diese ihren Spieltrieb auslebt. Sie stehen in der Verantwortung, ihre Wohnung so katzensicher zu machen, dass nichts kaputt gehen kann.

Die Entwicklung
In der ersten Woche nach ihrer Geburt orientieren sich die kleinen Kätzchen vor allem durch Tasten und Riechen. So finden sie auch ihren Weg zur Zitze an der sie durch den so genannten Milchtritt an die Milch kommen. Am 4. Lebenstag erlernen die Kätzchen das Schnurren und am 5. Tag beginnen sie auf Geräusche zu reagieren. In dieser ersten Woche bewegen sich die Katzen kriechend und suchen stets nach dem wärmsten Platz zwischen ihren Geschwistern. In der 2. Woche öffnen die Katzen ihre Augen. Sie können zunächst kaum etwas sehen. Außerdem richten sich die Ohren auf, sie beginnen zu laufen und ihr Gebiss wächst. In der 3. Lebenswoche werden das Hör- und das Sehvermögen von Tag zu Tag besser. Mittlerweile sind sie auch nicht mehr so sehr von der Wärme der Mutter und den Geschwistern abhängig. Sie werden im Gehen immer sicherer. In der 4. Woche ist der Gehörsinn dann vollständig entwickelt und die Katzen orientieren sich nun auch besser, da sie immer besser sehen können. Langsam lernen die Katzen auch, wo sie ihr Geschäft zu verrichten haben und erkunden ihre Umwelt. In der 5. Woche steigen die Kleinen größtenteils von der Muttermilch auf feste Nahrung um. Auch die Mutterkatze zeigt nun immer weniger Bereitschaft ihr Kleinen zu stillen. In der 6. Woche ist das Milchgebiss komplett aufgebaut. Weiterhin trainieren die Kleinen das Gehen und lernen mittlerweile sich selbst zu putzen. Ab jetzt sollte die Wohnung spätestens katzensicher sein, da die Kleinen nun die komplette Umgebung erforschen wollen. In der 7. und 8. Woche ist die Babykatze schon fast vollständig von der Mutter entwöhnt. Weiterhin werden Beutefangbewegungen trainiert. Zwischen der 9. und der 12. Woche verwandelt sich die hellblaue in die bleibende Augenfarbe. Die Milchquelle versiegt vollständig und die Motorik der Kleinen funktioniert dank des guten Trainings schon wie bei den ausgewachsenen Katzen. Nun sind die Kleinen schon fast ausgewachsen!

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